Die Grabeskirche
Aktuelles
Gebühren
Kontakt
Vertragliches
Seelsorge
Förderkreis
Hilfe für
Notleidende

Links
Startseite
 

Grabeskirche St. Josef - Aachen

 
 Die Grabeskirche      Was ist wo...      Die Stelen      Gedenksteine      Bildergalerie      Triptychon 
 


Das Himmlische Jerusalem – und wie man dort hingelangt

Das Himmlische Jerusalem - Klicken zum Vergrößern

Ein dreiteiliges Bild in der Grabeskirche St. Josef in Aachen

Das Bild wurde gemalt in den Jahren 2004 bis 2008 von Rita Lausberg (geb. 1965). Jeder Bildteil misst insgesamt 220cm x 280cm und besteht aus 16 Einzeltafeln zu je 55cm x 70cm, gemalt in Öl auf Leinwand.

Im Mittelteil sind vereint in gutem und versöhntem Gespräch beim Himmlischen Abendmahl bekannte und unbekannte Christen unserer Zeit.

Auf der rechten Seite des Tisches – vom Betrachter aus gesehen – erkennt man
- Klaus Hemmerle (1929-1994), Professor, Bischof in Aachen
- Oscaro Romero (1917-1980), Erzbischof in El Salvador, ermordet
- Mutter Teresa (1910-1997), Ordensgründerin, Friedensnobelpreis
- Schwester Etienne de Latran ( 1925-2005)
- Johannes XXIII (1881-1963), Papst
- Martin Luther King (1929-1968), Pfarrer, Friedensnobelpreis, ermordet
- Eine ältere Frau, unbekannt – Deine Mutter? Deine Frau? …
- Edith Stein (1881-1942), Philosophin, Ordensfrau, ermordet
- unendlich viele, manche davon kennst Du allein – und Gott kennt sie.

Ihnen gegenüber sitzen, von vorne nach hinten
- ein Mann, unbekannt – Dein Vater? Dein Mann? …
- eine Frau, unbekannt – ... ?
- Dorothee Sölle (1929-2003), Theologin
- Roger Schutz (1915-2005), Ordensgründer, Prior in Taizι, ermordet
- Ruth Pfau (geb. 1929), Ärztin, Ordensfrau
- Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), Theologe, ermordet
- und wiederum unendlich viele andere.

Die Jahrhunderte alten und heutigen Streitereien um das Abendmahl Jesu haben sie hinter sich gelassen. Sie alle sitzen gemeinsam am Tisch des Herrn, eingetaucht in das zarte Licht göttlicher Gnade und tiefer gläubig – verstehender Erkenntnis, die sie miteinander austauschen und teilen.

Die an diesem Tisch Jesu Versammelten kennen die Mühseligen und Beladenen unserer gemeinsamen Erde. Für sie haben sie gelebt und sich eingesetzt, im Kleinen und Unscheinbaren oder auf der Weltbühne unserer Zeit. Ihnen klingt in den Ohren das Wort Jesu: „Was Ihr dem Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt Ihr mir getan.“

Diese Hungrigen, Durstigen, Fremdem, Obdachlosen, Nackten, Gefangenen sind auf den beiden seitlichen Tafeln in Beispielen dargestellt:

Der linke Bildteil wird geprägt von einem mit Flüchtlingen überfülltem Boot. Im Hintergrund verschließt eine Mauer den Blick, bis auf eine schmale Öffnung. Vorne links erscheint ein übergroßer schlafender Fötus – oder ist es schon ein Neugeborenes?

Auf dem rechten Bildteil sieht man ein Krankenzimmer, gefüllt mit Geräten der Intensivmedizin. Gleichzeitig erkennt man einen anderen Raum – den Wartebereich eines Großstadtbahnhofs. Auf Bänken sitzen oder schlafen, zum Teil dicht gedrängt, Menschen. Im Vordergrund schlafen Straßenkinder.

Ein Bild für die Grabeskirche?

Das Ziel unseres Lebens auf dieser Erde ist Gottes Herrlichkeit im Himmel. Das bekennen wir in unserem Glaubensbekenntnis. Das drückt sich aus in der Architektur dieser Kirche. Das erbitten wir bei jeder Beisetzung eines Verstorbenen.

Uns klingt in den Ohren: „Was Ihr dem Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt Ihr mir getan.“

(Dr. Toni Jansen)